PSI Audio Lautsprecher für immersives Audio bei MD Productions

Im Kinoton haben sich immersive Audioformate wie Dolby Atmos schon etabliert, im Dokumentarbereich dagegen ist der 3D-Sound noch eine Seltenheit. MD Productions GmbH aus Karlsruhe entwickeln innovative Klanglösungen für anspruchsvolle Sendeprogramme – und darüber hinaus. Geschäftsführerin Michèle Dutt und das Tonmeister-Team um Marco Kempf und Philipp Weiß nutzen in ihren speziell eingerichteten Studios Monitorlösungen von PSI Audio.

Hochwertiger Sound für hochwertiges Programm: MD Productions
Die Initialzündung für MD Productions kam vor eineinhalb Jahren, als Michèle Dutt, Isabell Hauss und Philipp Weiß aus ihrem vorherigen Beschäftigtenverhältnis ausbrachen. „Wenn man für eine größere Unternehmensgruppe arbeitet, produziert man viel für die unterschiedlichsten Kunden. Da kann man oft nicht mehr die Qualität bieten, der man sich selbst eigentlich verpflichtet fühlt,“ erklärt Michèle Dutt. Der Fokus von MD Productions liegt dabei auf Sprachfassungen, wobei gerade die Besetzung eine Stärke des Unternehmens ist. „Das ist unser Markenzeichen, wir besetzen sehr gezielt.“ In technischer Hinsicht verfolgt MD Productions vor allem eine Innovation: die Nutzung von immersiven Audioformaten in Dokumentarproduktionen. „Wir betreiben da im Grunde Forschung und diskutieren mit Regisseuren. Die Dramaturgie dieses Sounds muss erst noch gefunden werden.“ Das gelte vor allem für das Voice-over: „Damit wurde noch nicht viel experimentiert, die Stimme liegt dann oft einfach in 2.0 drüber, ohne wirklich in diesen akustischen Raum eingebettet zu sein, daran arbeiten wir.“

Immersives Audio kann mehr
Dabei geht es MD Productions nicht um aufregende Spezialeffekte, wie man sie aus dem Kino kennt. „Da kommt dann ein Hubschrauber und man hört ihn erstmal oben fliegen,“ zeigt sich Michèle Dutt unbeeindruckt von allzu simpler Effekthascherei. Die emotionale Komponente wiege sehr viel schwerer: „Der Sound ist einfach ein Gefühl. Man bekommt das Gefühl von Realität.“ Die Zuschauer sollen nicht nur von den Worten mitgerissen und von den Bildern hingerissen sein, sondern sich ganz in das dargestellte Szenario versenken können. „Wenn jemand auf einem Berg steht und es weht der Wind, dann muss der Zuschauer das genauso erfahren, die ganze akustische Umgebung.“ Der Dokumentarfilm als emotionales, immersives Erlebnis, von dem Michèle Dutt sich „einen Gänsehaut-Moment“ verspricht – ein solches Konzept setzt entsprechend anspruchsvolle technische Rahmenbedingungen voraus.

Schweizer Präzision in 3D
Um dem hohen Anspruch an die klangliche Darstellung gerecht zu werden, verlässt MD Productions sich auf ein System aus PSI Audio Lautsprechern, wie Philipp Weiß erklärt. „An den Positionen Left, Center und Right stehen A23-M. Die Side-Surrounds und Back-Surrounds sind A21-M und an den Decken hängen vier A14-M.“ Ein Entscheidungskriterium war der vollständig analoge Aufbau der Monitore aus der Schweiz. „Sie haben keinen DSP und keine Digitaltechnik, die den Klang verfälscht. Dadurch sind sie einfach sehr linear und neutral, man hört schnell Fehler heraus und kann genau sagen, wenn etwas nicht stimmt und wo das Problem liegt.“ Ein Markenzeichen von PSI Audio, das gleichbleibende Klangbild über Monitorklassen hinweg, macht sich auch bei MD Productions bemerkbar. „Die Ortung der Lautsprecher ist sehr gut,“ erklärt Philipp Weiß. „Die Positionierung der einzelnen Stimmen lässt sich mühelos erkennen.“

Stimmen und Klänge lebensecht wiedergegeben
Das menschliche Gehör ist für Stimmen außergewöhnlich empfindlich, weshalb gerade für diese Aufnahmen ein natürlicher Klang besondere Bedeutung erhält. „Gerade, wenn man im Bereich der Sprachaufnahmen arbeitet, weiß man, dass man eine Stimme auch falsch aufnehmen kann,“ erläutert Michèle Dutt. „Ich möchte die Stimme, die ich höre, wenn ich mich mit jemandem unterhalte, auch auf der Aufnahme einfangen – wegen dieser Stimme suchen wir die Leute schließlich aus.“ Die Lautsprecher von PSI Audio kommen der „Wahrheit“, die MD Productions klanglich verfolgt, so nah wie möglich. Dieser Klang übersetzt sich dann auch auf die Hörsysteme außerhalb des Studios: „Wenn es da stimmt, dann stimmt es überall.“ Das gesamte System ist präzise eingemessen und seit Anfang des Jahres auch offiziell von Dolby zertifiziert.

Die Zukunft ist immersiv
Die Anwendungen immersiver Audiotechnik sieht Michèle Dutt noch weit über den Dokumentarfilm hinaus. Dolby Atmos und ähnliche Technologien seien vielseitig einsetzbar. So beschreibt Michèle Dutt eine Anwendung in der Ausbildung von Ärzten. „Ich habe das in einem Podcast gehört, da wurde ein kompletter Mensch akustisch nachgebaut, inklusive Fehlern. So können Ärzte üben, diese Probleme akustisch zu erkennen.“ Ein Projekt, das MD Productions selbst konkreter verfolgt, zielt auf die therapeutische Anwendung bei bettlägerigen Menschen. „Wie kann man die Natur, diesen echten Sound, zu Patienten bringen, die nur noch liegen?“ Es wird spannend sein, zu sehen, in welche Richtungen der innovative und kreative Ansatz von MD Productions in Zukunft noch führt.

Info: www.psiaudio.swiss

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