Robe für Back to Live-Konzerte in der Waldbühne

Deutschland war spürbar proaktiv bei der Suche nach Covid-konformen Live-Shows und Veranstaltungen, um zu versuchen, einen Teil der Branche, sowie das Publikum, wieder in Bewegung zu bringen. Eines davon waren die Berliner Waldbühne „Back to Live“ -Konzerte, ein sozial distanziertes Veranstaltungskonzept, das den ganzen September über im berühmten Open-Air-Veranstaltungsort der Stadt stattfindet und vom Veranstalter Semmel Concerts Entertainment GmbH organisiert wird.

Foto: Sebastian Greuner

Der in Berlin ansässige Full Production Service-Spezialist TSE wurde vom Veranstaltungsort-Management-Team CTS Eventim AG gebeten, ein flexibles Produktionsbeleuchtungs- und Video-Rig im Festival-Stil mit visuellem Design zu liefern, das für eine breite Palette von darstellenden Künstlern geeignet ist. Die Beleuchtung hierfür wurde von Ronny Rud Reinhold von TSE spezifiziert und umfasste unter anderem Robe BMFL WashBeams, MegaPointes und Spiider Moving Lights.

Der Veranstaltungsort verfügt über eine große Bühne, die von einer Zugdachstruktur bedeckt ist, wo normalerweise 22.900 Gäste Platz finden. Diese Zuschauerkapazität wurde für Back to Live jedoch – in Bezug auf die damaligen staatlichen Beschränkungen für Outdoor-Shows – auf 5000 begrenzt, einschließlich Mitarbeiter, Künstler und Crew. Zum Line-Up gehörten der beliebte Schlager-Superstar Roland Kaiser, der Rapper Sido, der Komiker, Jazzmusiker und Multiinstrumentalist Helge Schneider, der Sänger Wincent Weiss und eine besondere Extravaganz-Nacht mit Peter Maffay.

„Wir haben uns für dieses klassische Festival-Beleuchtungssetup entschieden“, erklärte Ronny, „um es allen Gast-LDs und Beleuchtungsbetreibern so reibungslos und unkompliziert wie möglich zu machen. Dazu gehörte auch die Auswahl der Scheinwerfer, da all diese Robe-Leuchten in vielen verschiedenen Veranstaltungsbereichen Deutschlands eingesetzt werden .“

Mit diesen Robe-Leuchten im Rig konnten Shows früh und schmerzlos angepasst werden, eine Strategie, die sich als richtig erwies, da es zu keiner einzigen Diskussion mit einem LD über die Wahl der Scheinwerfer kam … abgesehen von Roland Kaisers LD Andreas Kisters, der vier weitere BMFL WashBeams anforderte, für die Front-Truss.

Foto: Milan Schmalenbach

Ronny und das TSE-Team konsultierten auch die verschiedenen TechRider der Künstler, bevor sie die Scheinwerfer auswählten, und schließlich: „Wir brauchten Geräte, die robust genug sind, um im September fünf Wochen lang im Freien zu hängen, wo das Wetter launisch sein kann!“ so Ronny.

Die Platzierung der Leuchten im Rig wurde von TSEs Head-Lighting-Systems-Tech Klaus Graewert koordiniert, der dabei die Perspektive eines Operators einnahm.

Die zehn BMFL WashBeams befanden sich auf der Front-Truss, sechs der 24 MegaPointes und sechs der 18 Spiiders befanden sich auf den drei über der Bühne liegenden Traversensystemen.

Die BMFL WashBeams, die für allgemeines Front-Wash, Keys und Specials sowie für lebhaftere und lautere Pop-, Hip-Hop- und Rap-Acts verwendet wurden, verdoppelten sich für eine auffällige Publikumsbeleuchtung.

Die Spiiders und MegaPointes wurden für allgemeine Bühnen-Wash bzw. -Effekte verwendet. „Die Spiiders haben bei der Abdeckung der Bühne gute Arbeit geleistet“, berichtet Ronny und kommentiert, dass die hellen, messerscharfen Beams von überall in der Waldbühne und darüber hinaus gesehen werden konnten.

Diese und die anderen Beleuchtungsgeräte – darunter Strobos sowie 8-Lite- und 2-Lite-Blinders – wurden alle über ein grandMA2-System gesteuert.

„Alles hat sehr reibungslos und effizient funktioniert“, kommentierte Ronny. „Alle vor Ort waren im Grunde SEHR glücklich, wieder auf der Bühne zu arbeiten und nach einem so harten Jahr im Jahr 2020 endlich ein bisschen Festivalgefühl zu bekommen, und alle haben es so sehr vermisst! Sonderwünsche von Künstlern wurden schnell berücksichtigt und es gab viele lächelnde Gesichter! “

Foto: Sebastian Greuner

Die aktuellen Covid-Protokolle – wie von der Berliner Landesregierung festgelegt – wurden vor Ort von einem Team hygienisch geschulter Mitarbeiter unter der Leitung von Alexandra von Samson für Semmel und David Busse von der Waldbühne koordiniert.

Alle Crew-Mitglieder trugen zu jeder Zeit Masken und hielten einen Abstand von 1,5 Metern so weit wie möglich ein. Die Load-In/-Outs  wurden über längere Zeiträume geplant, wobei Maßnahmen ergriffen wurden, um sicherzustellen, dass die Gewerke nach Möglichkeit in ihren eigenen Zonen arbeiten konnten. Es wurden mehr Lastwagen eingesetzt, um das Tempo fließend zu erhalten, und somit die Ausrüstung schneller und einfacher be- und entladen werden konnte.

Jeder musste für das Track & Trace-System der Regierung registriert sein, aber glücklicherweise gab es für diesen Zeitraum keine Fälle vor Ort.

Info: www.robe.cz

Zur Werkzeugleiste springen