Polaris Scala feierte Premiere in Amsterdam

Auf der IBC in Amsterdam präsentierte Salzbrenner erstmals den Polaris Scala Audio-DSP seines Netzwerk-Mischpultes Polaris Evolution. Polaris Scala ist das Schaltzentrum der Evolution-Systemarchitektur, in dem die Fäden aller simultan stattfindenden Audiobearbeitungen zusammenlaufen: Hier werden Bedieneinheiten per Ethernet oder WLAN verbunden, die Ressourcen für die anstehenden Aufgaben vergeben und die Signalquellen sowie die Ausgabegeräte angeschlossen. Der Cloud-Gedanke und die Flexibilität leiten eine neue Ära in der digitalen Mischpulttechnik ein.

Polaris Scala

Jede Polaris Scala DSP-Einheit bietet bis zu 256 Eingänge, 128 Matrix-Kanäle und 256 Ausgangsbusse, die über MADI mit der Außenwelt kommunizieren. Für größere Projekte lassen sich mehrere DSP-Einheiten kaskadieren. Diese erlauben dann die Arbeit mit tausenden Kanälen auf engstem Raum. Die Anbindung der Bedieneinheiten, darunter Polaris Access Konsolen, Polaris View Multitouch-Bildschirme, zusätzliche Rechner, Tablets und Smartphones, erfolgt über IP/Ethernet oder WLAN. Ihre Anzahl kann dem Projekt entsprechend gewählt und jederzeit geändert werden.

Mit der Polaris Evolution Audio-Cloud sind der Tontechnik keine Grenzen gesetzt: Die verfügbare DSP-Leistung kann als Mischpult für Großkonzerte in Arenen ebenso eingesetzt werden wie für mehrere simultan laufende Projekte in Rundfunkanstalten, Ü-Wägen, auf Live-Schauplätzen bei Fernsehübertragungen, in Kongresszentren oder Theatern. Jeder Anwender verfügt dabei über eigene Abhör- und Kommandobusse. Auch für Verleihfirmen ist die Flexibilität von Polaris Evolution ein Vorteil, weil mit einer Lösung unterschiedlichste Anwendungsbereiche abgedeckt werden können.

Dank einer geringen Anzahl an Menüs erreichen Anwender in Sekundenschnelle den gewünschten Kanal und können alle notwendigen Änderungen vornehmen. Dominik Stepanek, Entwicklungsleiter der Polaris-Produktfamilie, bringt die Bedienphilosophie auf den Punkt: „Anwender brauchen sich nicht mehr zu merken, welche Nummer ein Kanal hat. Vielmehr kann das System zum Beispiel auf Kommando alle Kanäle anzeigen, die zum Schlagzeug gehören und diese für Einstellungskorrekturen auf die berührungsempfindliche Oberfläche legen.“ Der Bedienmechanismus von Polaris Evolution wurde maximal gestrafft: Viele Arbeitsgänge laufen nach dem gleichen vertrauten Schema ab.

Die Audiobearbeitungen für die einzelnen Kanäle umfassen ab Werk 6-Band-EQ, Delay, Kompressor, Limiter, Multiband-Kompressor und De-Esser. Polaris Scala erlaubt sowohl die Erstellung redundanter Mischsysteme innerhalb einer 3HE-Rackeinheit als auch die Einrichtung einer Hardware-Redundanz über zwei getrennte Racks.

Polaris Evolution: Die wandlungsfähige und pflegeleichte Audio-Cloud

Polaris Evolution

Die Reduzierung der Hardware auf das Unverzichtbare, das Cloud-Konzept und die komplett neu programmierte Software garantieren nicht nur die Zukunftstauglichkeit des PolarisEvolution-Konzepts, sondern auch seine Wartungsfreundlichkeit. Durch die neuen Funktionen sind keine Hardware-Änderungen mehr erforderlich. Wenn eine Funktionsänderung gewünscht ist, betrifft dies nicht mehr wie bisher die gesamte Anlage. Die Änderung kann direkt vor Ort vorgenommen werden, ohne Einfluss auf andere Vorgänge. Besonderes Highlight ist der Software-Rahmen, in den alle zukünftigen Evolution-Funktionen eingebettet werden. Was auf der IBC präsentiert wird, ist erst der Anfang einer neuen Systemarchitektur: Polaris Evolution ist vorrangig softwarebasiert und bietet damit zukunftsfähige Technik.

Polaris Evolution im Überblick:

  •     Drei Hardware-Einheiten mit freien Kombinationsmöglichkeiten: Access (16-Fader-Modul), Scala (Audio-DSP), View (motorisierter Multitouch-Bildschirm)
  •     Drei Software-Module: Live (Standard), Theater & Post-Production, Broadcast (separate Simultanverwendung selbst bei nur einem Scala Audio-DSP möglich)
  •     Variabel: Kombination der Polaris Evolution-Bedieneinheiten je nach Projekt und Einsatzort
  •     Anpassungsfähig: Polaris Evolution-Komponenten übernehmen die Aufgaben entsprechend dem Workflow des Anwenders
  •     Flexibel: Zuordnung von DSP-Ressourcen zu beliebigen Oberflächen
  •     Individuell: Angepasste individuelle Benutzeroberfläche je Projekt und Mitarbeiter
  •     Teamfähig: Echte Multiuser-Fähigkeit bzgl. Kanalbearbeitung und Events
  •     Einfache und schnelle Inbetriebnahme und Konfigurationsänderungen
  •     Interaktiv: Mediensteuerung, Bühnen-Management usw.
  •     Skalierbar: Start mit einem Basismodul und Ausbau des Systems bei Bedarf
  •     Zukunftsfähig: Erweiterung des Funktionsumfangs durch optionale Software-Plug-Ins
  •     Netzwerkfähig: Steuerung des gesamten Systems auch per Internet/WLAN mit PC, Smartphone oder Tablets

    Polaris Evolution_2


Wichtigste Eckdaten von Polaris Evolution:

Polaris Acces: 16-Fader-Konsole

16 Penny & Giles-Fader, 16 Doppeldrehgeber
48 beleuchtete und versenkte Tasten:
8 Bedienebenen (Layer)
8 frei belegbare Buttons
32 belegte Knöpfe (Mute/PFL)
Unterteiltes 19”-Multitouch-Display
Interner Switch mit drei RJ45-Anschlüssen
Anschlussmöglichkeit für einen externen motorisierten Bildschirm zwecks Direktzugriff auf noch mehr Parameter
Redundante Stromversorgung

Polaris View: Motorisierter Multitouch-Bildschirm

21,5”-Multitouch-Monitor
Erweiterte Parametereinstellungen und Meterfunktionen
Dock-Anschluss für ein Fader-Modul
Ausgestattet mit einem Hochleistungsprozessor
Ergonomische und ermüdungsfreie Bedienung dank einstellbarem Winkel (55°, motorisiert)

Polaris Scala: Audio-DSP

DSP-Einheit im 19”/3HE-Gehäuse mit Host-Platine, redundanter Stromversorgung, Core-Platine und 6 freien Steckplätzen
Anbindung an Polaris Access über Ethernet-Verbindung
Einfache Eingliederung weiterer Polaris Evolution-Einheiten
Bis zu 256 Eingangskanäle je Einheit
Bis zu 256 Ausgangsbusse je Einheit, 128 Matrixbusse, kaskadierbar
Passive Kühlung (lautlos)

Weitere Informationen über Polaris Evolution: www.polaris-evolution.com

 

Read other news tagged with:
Zur Werkzeugleiste springen