Time Warp 2013 vereinte Musik, Design und Technik

Die Time Warp ist seit 1994 ein Magnet für Fans der elektronischen Tanzmusik. Die „Crème de la Créme“ der internationalen DJ-Szene begeisterte auch 2013 wieder mehr als 15.000 Besucher im Mannheimer Maimarkt-Areal.

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Bei der Lichttechnik ist das Indoor-Festival „State-of-the-art“ und setzt mit jedem Event neue Maßstäbe. So auch auf dem zweiten der insgesamt sechs Floors: ein Jahr lang feilte das Atelier Kontrast aus Heidelberg an der Idee für „ihren“ Floor 2013. Die Entscheidung fiel schließlich für das Konzept „Tri-Arc“ – eine geschwungene Deckenkonstruktion aus Dreiecken, welche den Floor perspektivisch ins Endlose zu ziehen scheint. Für eine möglichst ökonomische und doch illusionsgetreue Umsetzung wurden die Krümmung des Bogens sowie die Abstände der mit Leuchten bestückten Traversen mittels komplexer mathematischer Verfahren berechnet.

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Insgesamt 112 Movinglights waren im Einsatz, um diesen fantastischen „Himmel“ für den großen Floor zu illuminieren. Die Wahl fiel auf 56 ROBE Robin MMX Spot und 56 ROBE Robin 100 LEDBeam. Außerdem kamen 56 LITECRAFT PAR 64 AT3 zum Einsatz, um die Dreieckspitzen zu highlighten. „Und weil es bei einem Technoevent nie fehlen darf, haben wir natürlich noch jede Menge Atomics und Nebel eingesetzt“, so Bühnen- und Lichtdesigner Valentin Lüdicke. „Die eingesetzten Robin MMX Spots brachten insbesondere wegen der schier endlosen Möglichkeiten des Dual Graphic Wheels die richtigen Akzente und die Robin 100 LEDBeam schafften es mit ihrer rasanten Bewegungsgeschwindigkeit ins Konzept“, so Lüdicke weiter.

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Matthias „Lumpy“ Vollrath, der gemeinsam mit Valentin Lüdicke für die Programmierung im Vorfeld und die Interpretation der Show an sich zuständig war: „Valentin und ich können auf viele Jahre der Zusammenarbeit und vor allem des gemeinsamen Licht-Programmierens zurückblicken. Die Showbetreuung des Floor 2 der Time Warp übernehmen wir seit einigen Jahren gemeinsam. In diesem Jahr hat Richie Hawtin, dessen Tour ich als Lichtmann betreue, ein langes 6,5 Stunden Set zum Abschluss gespielt. Der Aufbau einer Lichtshow und der gesetzten Spannungsbögen bei elektronischer Musik ist grundlegend anders als beispielsweise während einer Rock-Bühnenshow. Die Musik bricht bis zum Schluss nicht ab, die Songs fließen ineinander über und es werden immer neue Klangwelten geschaffen. Somit muss man die Programmierung sehr offen und kombinierbar gestalten, um auf Kombinationen sowie alle Möglichkeiten der Lampen gemeinsam und übersichtlich zugreifen zu können. Prinzipiell versuche ich die von Valentin Lüdicke designte Fläche mit einem angepassten Grundbild zu versehen und dann die Kicks der Musik herauszuarbeiten. Die eingesetzten Lampen von ROBE haben wir gemeinsam ausgewählt und angefordert.

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Vom Start um 21 Uhr bis 14 Uhr am folgenden Nachmittag sorgten das Floor-Design und die eingesetzte Technik für atemberaubende Effekte für die begeisterten Besucher der Time Warp. Die Dreiecke erschienen wie vom DJ ausgehende Pfeile, welche die sowohl verspielte als auch hypnotische Musik mit voller Energie direkt vom Plattenteller zu den tanzenden Gästen transportierte. Durch den Wechsel von warmem und kaltem Licht in verschiedensten Nuancen nahm das Floor-Design die Gäste über 17 Stunden non-stop mit auf eine spannende Reise zu verschiedensten Orten und Jahreszeiten.

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Auch die Techno-Fans in Italien und den Niederlanden können sich auf diese Inszenierung der Extraklasse freuen, denn wie üblich reist der Floor mit der Time Warp durch Europa: Im September findet die Time Warp Italy in Mailand und im Dezember die Time Warp Holland in Utrecht statt. Im nächsten Jahr wird das Festival 20 Jahre alt. Zu diesem runden Jubiläum wollen sich die Designer einiges einfallen lassen.

© Fotos: IMAGE AGENCY

Info: www.lmp.de

 

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