Bring it on – Pixel Mapping mit Eos am Broadway

Hinter den Kulissen am Broadway findet schon seit einiger Zeit eine stille Revolution statt. Immer mehr Lichtgestalter setzen jetzt die Eos-Pulte von ETC für die Steuerung riesiger konventioneller und LED-Beleuchtungsanlagen sowie von Moving Lights bei den größten Shows ein. Derzeit wird das Licht bei über drei Viertel der Shows am Broadway mit Pulten der Eos-Familie gesteuert… mit steigender Tendenz.

Broadways Bring It On ist ein energiegeladenes Musical voller Akrobatik, das einen kleinen Eindruck über die Welt der Cheerleader an High Schools vermittelt. Es werden dort all die der Schwerkraft trotzenden Hebewürfe, Menschenpyramiden und Saltokunststücke von durch die Luft fliegenden Künstlern vorgeführt, die man in den USA bei einer Eröffnungsveranstaltung vor einem Sportereignis zu sehen bekommt. Die äußerst wirkungsvolle, beeindruckende Lichtgestaltung stellt außerdem ein sehr ehrgeiziges Unterfangen dar. Es kommen 29 DMX-Universen, mehr als 350 Moving Lights und nahezu 1000 LED-Geräte zum Einsatz, darunter auch ETC Selador Desire Ice™-Scheinwerfer. Gesteuert wird das gigantische Lichtsteuersystem über ein ETC Eos-Hauptpult.

„Es überrascht viele, dass wir Eos bei einer Show dieses Ausmaßes einsetzen“, meint Bring It On Beleuchtungsprogrammierer Tim Rogers. Lichtgestalter Jason Lyons stimmt zu: „Alle, denen ich davon erzähle, können es gar nicht glauben, dass Eos das überhaupt schafft, da sie Eos bisher nur als Theaterpult kennen. Tatsächlich ist es aber eine echte Moving Light-Konsole. Wir können alles auf ein Pult legen, sodass die Programmierer nicht an verschiedenen Konsolen arbeiten müssen. Eos bietet uns die Möglichkeit, ohne Zwei-Konsolen-System auszukommen. So rückt alles enger zusammen und wird sauberer.“ Dank Eos kann der Watchout-Videoserver, über den vier Videobildschirme gesteuert werden, per MIDI getriggert werden.

Der Beleuchtungsplan von Bring It On umfasst ein Raster aus LED-Geräten, die die Rück- und Seitenwände bedecken, um so hin und wieder eine Stadionbeleuchtung zu reproduzieren. Die Show diente als Betatest für die Pixel-Mapping-Funktion von Eos. Das Beleuchtungsteam nutzte diese Funktion, um die gesamte Bühne nachzubilden. „Pixel-Mapping führte uns genau dorthin, wo es die Show erforderte“, erklärt Lyons, „da es uns ganz andere Beleuchtungsmöglichkeiten eröffnete. Dem Regisseur gefiel das, da er Vorschläge machen und deren Umsetzung auf der Bühne sofort begutachten konnte. Wenn Änderungen notwendig wurden, konnten wir diese sofort vornehmen und in der Vorstellungsdatei sichern. Besonders hilfreich war es auch, dass wir uns nie um die Struktur des Inhalts kümmern mussten. Selbst wenn man es nur mit einer LED-Leiste zu tun hat, lassen sich so ganz einfach Effekte herstellen. Wenn Sie einfach nur einen Lichtschwenk vornehmen möchten, können Sie sagen „hier ist mein Leuchtenblock“ und diesen von links nach rechts bewegen. Eine in der Mitte beginnende Explosion, die sich nach außen hin ausbreitet, lässt sich jetzt einfacher realisieren. Früher musste das aufwändig programmiert werden, jetzt braucht man es nur beim Pixel-Mapping einzurichten. Als diese Show zusammengestellt wurde, fragten wir uns, wie das Pixel-Mapping funktionieren würde, doch es fügte sich alles perfekt.“

„Seit Bring It On setze ich Pixel-Mapping überall ein, sogar bei einem einfachen Hintergrund“,erklärt Rogers. „Auch wenn ich noch nicht genau weiß, ob ich es überhaupt einsetzen werde, richte ich es doch immer ein, und bisher habe ich es dann auch tatsächlich genutzt.“

„Mit Eos“, erläutert Lyons, „waren wir nicht an Pixel-Mapping oder Effekte gebunden, konnten damit aber beides machen. Wir können beim Pixel-Mapping die gleichen Effekte nutzen wie bei Moving Lights. Wir können Videos abspielen und verschieben und außerdem Effekte zoomen sowie Pan- und Tilt-Funktionen ausführen.“

Trotz der Größe und Komplexität des Lichtsteuersystems sind Programmierungen und Touren mit Eos ein Kinderspiel. „Alle waren nervös, wenn sie nur daran dachten, wie lange es dauern würde, so viele Geräte zu laden und zu fokussieren“, so Rogers. „Zwischen der gesamten Planung und der Frage, wie wir es schaffen würden, die Show mit Eos zu organisieren, ging alles ganz schnell und fügte sich fehlerfrei zusammen.“

„In der Show gibt es viele besondere Fokusse“, so Lyons weiter. „Wir haben die Show auf das Pult geladen, und alle Sequenzen liefen perfekt ab. Es war erstaunlich, dass alle Fokusinformationen auf perfekte Weise in der Vorstellungsdatei enthalten waren. Wir mussten dann alles schnell aktualisieren, was mithilfe von Eos sauber und schnell vonstatten ging.“

Lyons schreibt den Erfolg von Eos der Tatsache zu, dass es die Sprache der Lichtgestalter spricht: „Manchmal verstehen die Konsolenentwickler zwar, was eine Konsole machen muss, aber nicht, wie es ist, auf dem „heißen“ Stuhl zu sitzen. Mit der Eos-Konsole hat ETC bewiesen, dass sie wissen, wie man am besten von A nach B kommt, da sie bereits seit Jahren zusammen mit uns dort sind. Den Anwendern der Systeme wurde dabei sehr große Aufmerksamkeit gewidmet.“

Zu dem hervorragenden Funktionssatz von Eos kommt noch der renommierte Kundendienst von ETC. Rogers dazu: „Ich habe mir überhaupt keine Sorgen gemacht, weil ich immer Unterstützung erhalte. Egal, wo ich gerade bin, ich kann jederzeit anrufen und Hilfe anfordern. Bei Bring It On hat uns ETC sehr schnell weitergeholfen. Man wusste immer sofort eine Lösung oder konnte uns helfend zur Seite stehen.“

Lyons hat die Steuerpulte der Eos-Familie in den vergangenen sechs Jahren nahezu ausschließlich eingesetzt, so auch am Broadway und bei regionalen Vorpremieren wie Rock of Ages, White Noise und Toxic Avenger. „Eine Konsole ist das Werkzeug eines Programmierers“, meint Rogers, „und bei diesen Shows war es genau das richtige Werkzeug.“

„Eos ist nicht einfach nur eine geeignete, sondern vielmehr eine gute Lösung. Es dient nicht nur zur Steuerung einer Show, sondern leistet darüber hinaus noch viel mehr“, weiß Lyons. „Es meistert alle Herausforderungen. Dieses Mal konfrontierten wir Eos mit einer gigantischen Show, und es leistete perfekte Arbeit.“

Bilder: © Joan Marcus

Info: www.etcconnect.com

 

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