MontreuxJazzFestival


Luke Jenks, Meyer Sounds Director of European Technical Support, fand im Büro des Unternehmens in den Tiefen des Montreux Music and Convention Centers ein wenig Zeit um über das Montreux Jazz Festival nachzudenken, mit dem er über die Jahre so vertraut geworden ist. In diesem Jahr ist Meyer Sound zum 22. Mal am Festival beteiligt und stellt für die verschiedenen Bühnen an den Ufern des Genfer Sees große und kleine Beschallungsanlagen zur Verfügung.

Was sich seit dem ersten Einsatz von Jenks für Meyer Sound in Montreux im Jahr 2002 am meisten verändert hat, ist der Umfang des Supports den das Unternehmen heute leistet. „Es gab Zeiten da kam ein beachtliches Team aus den Staaten um das Festival von seinem Beginn bis zum Ende durchzuführen,“ sagt Jenks. „Heute wird der größte Teil der Arbeit, inklusive des Designs, von einem lokalen Team durchgeführt, das von Niveau 2 (Mediasystems SA) geleitet wird. Wir leisten nur noch Unterstützung beim Design, führen das Tuning durch und den technischen Support.“

Das Audio Equipment für das diesjährige Festival wurde von den in der Schweiz ansässigen Unternehmen Skynight und LPS zur Verfügung gestellt und von Niveau 2 koordiniert. Das System wurde von Martin Reich vom TonstudiosZ Audioconsulting designt, die Audioanforderungen wurden von den Sound Koordinatoren Pierre-André Aebischer und Eddy Broquet gehandelt, technischer Support kam vonAudio Servicemitarbeiter Pascal Menghini.




Jenks zufolge war „mehr Flexibilität, aber nicht unbedingt mehr Boxen“ das Motto für das Design der sechs mit Meyer Sound Systemen ausgestatteten Bühnen. Die Unterschiede der jeweiligen Designs der letzten Jahre sind sehr gering, aber doch vorhanden. Künstlerische Leitmotive des Festivals sind schließlich, dass die Künstler sich wohl fühlen und sowohl deren Auftritte als auch die Aufnahmen und Dokumentationen des Festivals gleichrangig zu behandeln.

Als Jenks nach den größten Konfigurationsunterschieden zwischen diesem Jahr und 2007 gefragt wird, sagt er: „Das war das Jahr des Subwoofer! Die Organisatoren des Festivals wollten die 700-HP Subwoofer im Auditorium Stravinski für die Augen der Zuschauer unsichtbar machen und zugleich jedoch die Abdeckung der VIP Balkone, die sich von der Rückseite der Halle aus betrachtet auf der rechten Seite der Bühne befinden, beibehalten.“

„Also entwarfen wir mit Niveau 2 ein kardioides Array aus 12 Lautsprechern unter der Bühne: ein Hauptarray aus sechs Boxen von denen 4 nach vorn und zwei nach hinten abstrahlen und identische Arrays aus je drei Lautsprechern für die Seiten, bei denen zwei nach vorn und einer nach hinten abstrahlen. Je nach Künstler können die FOH Engineers einzelne Lautsprecher ausschalten. Und besonders das ist wichtig, denn wenn Du ein System für Künstler von Joan Baez bis hin zu N.E.R.D. entwirfst, möchtest Du nicht, daß die Engineers sich fühlen als hätten sie „eine Lösung von der Stange“ vor sich.“

Vom System Design bis hin zum Setup und Abbau ist das zwei Wochen dauernde Festival für alle Beteiligten eine große Aufgabe. Auch wenn die Aufgaben des Meyer Sound Tech Support Teams in Montreux sich in den letzten zwanzig Jahren geändert haben, hat der für das Unternehmen charakteristische Kundenservice nicht nachgelassen, tatsächlich sind Jenks und sein Team noch stärker und auch nützlicher geworden. „Das Festival ist ein multikulturelles und multilinguales Umfeld. Unsere Technical Support Abteilung spricht jetzt sieben Sprachen, wir können also mit allen Anwesenden kommunizieren – und das ist ein großer Vorteil. Für mich ist diese Veränderung ebenso bedeutend wie jede Evolution im System Design.“

Mehr Infos: www.meyersound.com

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