Clay Paky Installation

Clay Paky verwandelt die Untergrund-Bushaltestellenanlage des Steglitzer Kreisel in Berlin in ein interessantes Lichtspektakel


Der Steglitzer Kreisel ist der höchste Büroturm Berlins. 119 Meter hoch, hat er seit dem Beginn seiner Konstruktion starke, kritische Publikumsreaktionen hervorgerufen. Mit dem Steglitzer Subzentrum an der Schloßstraße sollte ein städtebaulicher Kontrapunkt zur City um den Kurfürstendamm gesetzt werden. Bereits 1972 setzte die öffentliche Kritik sowohl an der Finanzierung über eine Bauträgergesellschaft wie am Bauobjekt selbst ein. Durch die Zahlungsunfähigkeit der ausführenden Firma wurden die Bauarbeiten im Dezember 1973 eingestellt, ein Jahr später ging das Projekt in Konkurs, wodurch dem Senat von Berlin eine Bürgschaft in Höhe von über 40 Mio. DM verloren ging. Nach einer Senatskrise und der Einsetzung eines Parlamentarischen Untersuchungsausschusses durch das Abgeordnetenhaus von Berlin wurde bereits über eine Sprengung des Baus nachgedacht. 1977 fand sich schließlich ein neuer Träger, der die Investitionsruine für rund 30 Mio. DM ersteigerte und zusagte, das durch Witterungseinflüsse vom Verfall bedrohte Objekt für 95 Mio. DM fertigzustellen. Im Februar 1980 konnte der Steglitzer Kreisel seiner Bestimmung übergeben werden.

Im Jahre 1970 wurde in das Bauprojekt eine Straße rund um das Gebäude eingeschlossen. Auch wenn diese Straße niemals fertiggestellt wurde blieb Steglitz dem Namen „Kreisel“ treu.
Die Straße führt nun unter dem Wolkenkratzer her, welchen die Architektin und Konstrukteurin Sigrid Kressmann-Zschach in der Originalidee als Shopping-Zentrum geplant hatte.

Das Gebäude hat mehr als 700 Räume und beherbergt Büros für den Stadtrat, das größte Hotel der Gegend, eine Bank, Restaurants und weitere Büros. Die Bus-Haltestelle und Parkmöglichkeiten sind in den Untergrundgeschossen des Gebäudes untergebracht.

Im Oktober 2001 wurde nach mehrjähriger Umbauzeit die Haltestellenanlage im Steglitzer Kreisel wieder in Betrieb genommen und die Firma des Architekts Hans-Peter-Stoerl wurde beauftragt diese Zone zu überholen und neu zu gestalten. Ihr Design umfaßte Floodlighting der Wasserfälle, die für das Projizieren des lokalen Transportfirmenzeichens benutzt wurden. Hierzu kommen 12 CP-Color 150E Projektoren, kontrolliert von einer Pulsar Minipiece 54 Kontrolleinheit zum Zuge.

Das Projekt wurde mit Hilfe der Berliner Firma Semperlux S.p.A. realisiert und ist ein Beweis wie man eine unattraktive Untergrundfläche in eine großartiges Lichtspektakel verwandeln kann.

Link: www.claypaky.it

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